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Naturschutz und MilitärWenngleich die militärische Nutzung eine Reihe von Umweltbelastungen mit sich bringt, so gewährleistet sie durch den Ausschluß anderer Nutzungen dennoch den Erhalt einer einzigartigen Landschaft. Während im Umfeld eine immer intensivere landwirtschaftliche und bauliche Nutzung erfolgte, die zu einer Verarmung an Lebensräumen für Pflanzen und Tiere führte, findet man auf dem Truppenübungsplatz Senne noch Reste der historischen Heidelandschaft, wie sie über Jahrhunderte die Landschaft Westfalens prägte. Im Arbeitskreis "Naturschutz auf dem Truppenübungsplatz Senne" werden alle naturschutzrelevanten Maßnahmen vom britischen und deutschen Militärvertretern, den zuständigen Behörden sowie einem ehrenamtlich tätigen Naturschutz-Beraterstab der Bezirksregierung Detmold gemeinschaftlich besprochen. Speziell zum Thema "Naturschutz und Militär" wurde zur EXPO 2000 im Rahmen der EXPO-Initiative Ostwestfalen Lippe das Senneinformationszentrum im Prinzenpalais in Bad Lippspringe eingerichtet. |
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Arten- und Lebensraumvielfalt | |
Auf dem Truppenübungsplatz Senne ist bis heute ein Mosaik aus Heiden, Mooren, Dünen, naturnahen Fließgewässern und Feuchtwäldern erhalten geblieben. In weiten Bereichen des Truppenübungsplatzes wurde nie mit mineralischen Düngern und Pestiziden gearbeitet. Viele selten gewordenen Tier- und Pflanzenarten, die in unserer überdüngten und ausgeräumten Landschaft verdrängt worden sind, finden hier noch Rückzugsräume in nährstoffarmen Biotopen. Die Heideflächen beispielsweise stellen Lebensgemeinschaften aus vielen, zum Teil hochspezialisierten Tier- und Pflanzenarten dar, die nicht selten landesweit gefährdet sind und auf der "Roten Liste" stehen. | |
| Lebensraum Trockene Heide Die trockenen Heiden der Senne stellen ein Relikt der alten Kulturlandschaft auf nährstoffarmen, trockenen Sandböden dar. Dominierende Pflanzenart der trockene Heide ist die Besenheide. Als weitere Charakterarten treten auf: Englischer und Behaarter Ginster (Genista anglica und G.pilosa). Die große Bedeutung der Heiden des Truppenübungsplatzes Senne begründet sich aus ihrer landesweiten Seltenheit und Großflächigkeit. Während Insekten und andere Kleinlebenwesen auch in kleinflächigen Heidebereichen stabile Populationen aufbauen können, sind für größere Arten großflächige Heiden von entscheidener Bedeutung. Stark gefährtdete Arten wie der Ziegenmelker (Caprimuglus europaeus) und die Heidelerche (Lullula arborea) kommen im Truppenübungsplatz Senne noch in stabilen Populationen vor und haben hier ihren Verbreitungsschwerpunkt in Nordrhein-Westfalen. |
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Lebensraum Feuchtheiden und Heidemoore
Feuchtheiden und Heidemoore gehören zu den seltensten und gerfährdetsten Lebensräume in Nordrhein-Westfalen. Vielerorts wurden sie entwässert, danach aufgeforstet oder landwirtschaftlich genutzt. Die Senne ist eines der wertvollsten Heide-Moor-Gebiete in Westeuropa. Gagel (Myica gale) und Rosmarinheide (Andromeda polifolia) haben hier ihre südöstliche Verbreitungsgrenze. Die charakteristische Pflanzenart der Feuchtheiden ist die Glockenheide (Erica tetralix). Auch fleischfressende Pflanzen wie Mittlerer und Rundblättriger Sonnentau (Drosera intermedia und D. rotundifolia) gibt es in diesem Lebensraum. |